Saison 2019/2020

Holzdorf gegen Coswig

 DSC7037Holzdorf gegen Coswig 24:27 (11:14)

(Text: Florian Werner)

Der Chancentod in Holzdorf - „Frisch Auf“ unterliegt dem SV Blau Rot Coswig (24:27)

Es war das erwartet schwere Heimspiel gegen den SV Blau Rot Coswig, welches den Zuschauern beider Fanlager mächtig Spaß machte.

 

Die Versprechen beider Mannschaften „feine Handballkost“ zu bieten, wurden vollends eingehalten.
Die Blau Roten kamen mit einer breiten Brust nach Holzdorf. Eine Woche zuvor siegten diese bereits beim Jessener SV 53 fourios und zeigen damit eindrucksvoll wo die Reise hingehen soll. Angestachelt von der Heimniederlage im Hinspiel gegen unseren TV „Frisch Auf“ Holzdorf waren die Coswiger nun auf Revanche aus.

Es machte den Anschein als wenn die Blau Roten mit Mann und Maus anrückten und so ziemlich alles, auf und neben dem Parkett, mobilisiert hatten was nur geht.
Auf der anderen Seite dann die Holzdorfer, welche in dieser Zeit vom Verletzungspech geplagt sind. Mit Martin Töpfer meldete sich kurz vor Spielbeginn ein wichtiger Leistungsträger für dieses Spiel ab. Ein herber Rückschlag für die Mannschaft. Denn neben ihm fehlten auch weiter zahlreiche Akteure in den Holzdorfer Reihen.
Doch all diese Ausfälle sollten keine Ausrede sein hier in diesem Spiel nicht auf Sieg zu spielen. Im Hinspiel zeigten die Holzdorfer bereits bei ähnlicher Personallage das sie mit ihrer Erfahrung dem Jungen Coswiger Team das „Nervenflattern“ lehren können.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Blau Roten, welche prompt mit 0:2 in Führung gingen. Was sich im letzten Spiel gegen Raguhn bereits andeutete, nahm jetzt weiter seinen Lauf. Freie Würfe aufs gegnerische Tor konnten nicht verwandelt werden. Stattdessen warfen die Holzdorfer den gut aufgelegten Gästekeeper zu Beginn der Partie ordentlich warm.
Erst nach knapp 7 gespielten Minuten schaffte „Frisch Auf“ den Ausgleich.

Nun entwickelte sich ein zähes Spiel. Beide Mannschaften, welche durch ihre eigenen Fanlager frenetisch angefeuert wurden, spielten nun auf Tempo. Ein schnelles Spiel entwickelte sich fortan. Aus dem Positionsangriff fielen kaum mehr Tore. Postwendend wurden auf beiden Seiten die erste oder zweite Welle blitzschnell ausgeführt.
Bis zur 17. Minute entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe in dem sich vor allem die Torleute beider Mannschaften auszeichneten und immer wieder mit starken Paraden dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.
Gegen Ende der ersten Halbzeit war es der Gegner aus Coswig, der seine Fehleranzahl minimieren konnte, somit die Führung im Spiel übernehmen und bis zum Pausentee auch auf bis zu 11:14 ausbauen konnte.

In der Pause hatte Trainer Reimo Ziemer viel zu besprechen. Mit dem Angriffsspiel seiner Männer konnte er nicht zufrieden sein. Die weit vorgezogene Abwehr der Coswiger sollte nun besser bespielt und die dabei sich bietenden Lücken mussten besser ausgenutzt werden.
Wer zur Halbzeit dachte das sich Holzdorf, aufgrund der schmalen Personalsituation hier bereits aufgegeben hat, wurde schnell eines besseren belehrt. Hoch motiviert, das Ding jetzt noch zu drehen, kamen die Holzdorfer aus der Kabine.

Schnell verkürzten die „Frisch Auf‘ler“ und legten im Tempospiel nochmal einen Zahn zu. Diese Taktik, welche gegen andere Mannschaften in der Liga fast immer aufgeht, sollte hier nicht so wirkungsvoll sein. Denn der SV Blau Rot Coswig, mit seiner jungen und dynamischen Mannschaft, ging das Tempo voll mit.
Wieder war es vor allem die Chancenverwertung der Holzdorfer, welche die Coswiger ein ums andere mal aufatmen lies.
Bis zum Tor erspielten sich die „Frisch Auf‘ler“ ihre Chancen mit sehenswerten Kombinationen sowie schnellem und druckvollem Spiel, jedoch versagten beim Abschluss zu oft die Nerven.

10 Minuten vor Ende der Partie stand eine 3-Tore Führung für Coswig auf der Anzeigetafel. Eine Auszeit sollte Holzdorf nun noch einmal wach rütteln.
Denn jetzt machte sich der Kräfteverschleiß bei den Coswigern vor allem in einer behäbigen Abwehrarbeit bemerkbar.
Holzdorf wusste die Anweisungen umzusetzen und konnte schnell auf 21:22 verkürzen.
Da waren sie wieder, die „Frisch Auf‘ler“ die nun brannten und ähnlich wie im Hinspiel den Coswiger Spielern das „Nervenflattern“ lehrten.
Dem ein oder anderen Blau Roten war nun ganz schön mulmig und auf der Tribüne versuchten Coswigs Anhänger mit Pauken und Trompeten ihre Mannschaft wachzurütteln. Aber auch der nächste Angriff wurde von „Frisch Auf‘s“ Defensive abgefangen.

Doch im eigenen Angriff dezimierte sich Holzdorf bei der Chance auf den Ausgleich selbst durch unnötige Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann.
Die Überzahl wusste Coswig nun gut auszunutzen und stellte binnen weniger Minuten die 3-Tore Führung wieder her.
Die letzten Minuten versuchte Holzdorf alles, rannte unermüdlich gegen die Coswiger Defensive an und stellte sich mit aller Macht gegen eine drohende Niederlage. Doch auch den Frisch Auf‘lern sah man ein kräftezehrendes Spiel an.
Coswig netzte noch einmal, 5 Sekunden vor Schluss, zum 24:27 und gewinnt dieses Spiel.

Vielleicht in dieser Höhe etwas zu deutlich geht dieses Spiel zu Ende. Das Schreckgespenst „Chancentod“ ist in Holzdorf nun allgegenwärtig und muss diskutiert werden. Es gilt für die kommenden Aufgaben dieses Gespenst schnell wieder zu verjagen.
Abschließend bleibt „Frisch Auf“ nur die Rolle als fairer Verlierer und gratuliert dem SV Blau Rot Coswig zu diesem Triumph.

Für die Fans beider Mannschaften war dieses Spiel in jedem Fall ein Spektakel. Der Geräuschpegel war immens und sowohl Coswigs Anhänger, als auch der schwarze Block feuerten ihre Teams sensationell an. Dieses Spiel zeichnete sich vor allem durch die Unterstützung beider Fanlager aus.
Zurecht bedankten sich beide Mannschaften nach dem Spiel bei den Zuschauern mit tosendem Applaus.

Zeitstrafen: Holzdorf  4x 2-min  Coswig  6x 2-min
7-Meter:  Holzdorf  6/9  Coswig 5/5

Es spielten:
Reimo Ziemer, Dirk Wendler, Matthias Lehmann, Kay Duhnsee (MV), Torben Günther, Hagen Hammerlik (Tor), Eric Ziemer, Maximilian Müller, Jan König, Florian Werner, Michael Radunz, Christian Müller, Christoph Schwager, Carsten Teßmann, Mathias Radunz

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