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Wittenberg gegen Holzdorf 29:27 (15:14)

Letztes Saisonspiel, Spitzenspiel Platz 2 gegen 3.
Nach der bitteren Niederlage im Hinspiel (27:44) war Wiedergutmachung angesagt.
Gespannt konnte man sein, mit welcher Mannschaft Wittenberg auflaufen würde, da die Erste in Pirna spielen musste.

Es wurde ein farbenfrohes, spannendes Spiel gegen eine schlagbare „reine“ zweite Mannschaft, welches zeitweise vom Kampfgericht beeinflußt wurde.

Holzdorf tat sich in den ersten 10 Minuten des Spiels äussert schwer im Angriff.
Erst in der 9. Minute gelang es den Holzdorfer Männern ein eigenes Tor zu erzielen (5:1).
Vorher scheiterte man mit 3 Fehlwürfen und 2 technischen Fehlern. Die Abwehr brauchte auch ein wenig, um sich auf die aktuelle Mannschaft einzustellen, vor allem nachdem Simon Weißkirchen in der 5. Minute schon die rote Karte sah (Hand am Kopf des Gegenspielers).
Allerdings wurde dies in der 10. Minute (6:1) auch bei Wittenberg geahndet.
Was Wittenberg dann allerdings überragend spielte, war in Unterzahl über den Kreisläufer. Schnell vergrößerten sie den Vorsprung auf 8:2 (11.) und die Befürchtung ein ähnliches Spielergebnis wie im Hinspiel zu kassieren, war groß.
Im Angriff scheiterten die Holzdorfer immer wieder am sehr gut aufgelegten Torwart Lenny Langner.
Die immer besser werdende Abwehr wurde damit vorne nicht belohnt.
Erst ab der 17. Minute (10:5) schien die Treffsicherheit wieder da zu sein.
In 8 Minuten konnte Holzdorf auf 13:11 (25.) verkürzen und zur Halbzeitpause ein nicht erwartetes 15:14 erkämpfen.

Holzdorf zeigte hier wieder sehenswert, dass immer mit ihnen zu rechnen ist und das man über Geschlossenheit und Kampfeswille jeden Gegner in Bedrängnis bringen kann.

Die 2. Halbzeit begann dann ähnlich wie die erste Hälfte.
In der 32. Minute wurde wieder ein Schlag an den Kopf auf Wittenberger Seite mit Rot geahndet.
Holzdorf nutzte dies aus und kam zum Ausgleich (34., 15:15). Es war wieder alles offen.
Nun war es ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem Wittenberg vorlegte, aber Holzdorf den Abstand immer auf 1 Tor begrenzte.

Zumindest bis zur 39. Minute (18:16) bis das Kampfgericht von außen einwirkte.
Eric Ziemer bekam gemäß Spielbericht bei 38:25 eine 2-Minuten-Strafe.
Bis zum Ablauf der Zeitstrafe blieb Holzdorf, auch dank Gleichzahl, im Spielgeschehen dran (40., 19:17).
Dann allerdings soll der Spieler zu früh das Spielfeld betreten haben.
Die Anzeigetafel zeigte 40:27 (gem. Spielbericht Zeitstrafe eigentlich 40:25 abgelaufen), das Kampfgericht entfernte die 2-min.-Hinweistafel und Eric Ziemer betrat dadurch das Feld. Der Pfiff vom Kampfgericht kam dann ziemlich überraschend und niemand wusste warum.
Alle Diskussionen und Klärungsversuche scheiterten so dass eine weitere 2-Minuten-Strafe wegen dem Wechselfehler abzusitzen war.

Und das änderte im Spiel alles.
Wittenberg nutzte die Überzahl und die berechtigte Unzufriedenheit der Holzdorfer und zog schnell auf 22:17 (43.) davon.
Aber wieder zeigten die Holzdorfer, dass sie nie aufstecken, alle Unwägbarkeiten abwarfen und verkürzten innerhalb 4 Minuten auf 23:20 (47.)
Bis in die letzten Minuten war dieses Spiel dann spannend und jede Mannschaft hätte gewinnen können, auch dank Kevin Große im Tor, der gerade in der 2. Halbzeit immer wieder Würfe entschärfen konnte (38,5%-Quote).
Letztendlich gewann dann Wittenberg knapp mit 29:27.

Es war mehr drin, ein Punkt wäre auf jeden Fall verdient gewesen.
Aber viele Fehlwürfe (19), nicht durch Nachlässigkeit oder Unvermögen, sondern durch sehr gute Leistungen der Torhüter Lenny Langner (1. Hz 8 Paraden) und Ole Jähnke (2.Hz 10 Paraden) hielten Wittenberg auf der Siegerstraße.
Ob das Eingreifen des Kampfgerichtes ausschlaggebend gewesen ist, kann man im Nachhinein nicht belegen. Unglücklich und teilweise falsch war es auf jeden Fall.

Durch dieses Ergebnis wird es noch sehr spannend für die Medaillenplätze.
Der Jessener SV hat noch 2 Spiele (in Brehna und in Kühnau) und MUSS BEIDE gewinnen, da sonst der direkte Vergleich für Holzdorf spricht.
Inwieweit dann zum Schluß die Medaillenränge noch am grünen Tisch entschieden werden, ist fraglich.
Es gibt unterschiedliche Aussagen seitens Dessau (Urteil steht und ist nicht anfechtbar) und Wittenberg (sind zuversichtlich, dass das Sportgericht anders entscheidet, Ergebnis noch offen).
Durch die Aberkennung der beiden Siege Wittenbergs gegen Dessau und Jessen wäre sowohl der Aufstiegsplatz noch offen, sowie der Bronzeplatz.

Für Holzdorf ist die Saison 2025/2026 zu Ende.
Wieder hat sich gezeigt, dass man um die Medaillenränge mitspielen kann.
Die etwas magere Hinrunde (Niederlagen gegen Dessau, Wittenberg, Jessen und Kühnau) konnte man in der Rückrunde gut ausbügeln (Niederlage gegen Dessau und Wittenberg).
Die direkten Vergleiche gegen Kühnau und Jessen wurden gewonnen.
Gerade gegen die „normalen“ Zweiten aus Dessau und Wittenberg konnte gezeigt werden, dass sie nicht so übermenschlich sind, wie sie es mit Verstärkung aus der Ersten zeitweise gegen andere Mannschaften zeigten.

Nun wird es spannend sein, wie sich die Holzdorfer Mannschaft für die nächste Saison aufstellt.
Eine Umstellung wird nötig sein, da ich (Kay Duhnsee) nach 44 Jahren aktiv Handball, mit 60+ Jahren und einigen Verletzungen nur noch bedingt einsatzbereit bin.
Ob Verstärkung oder Abgänge zu verzeichnen sind, steht zur Zeit noch nicht fest.

Einen großen Dank möchten wir aber auch hierüber an unsere treuen, zahlreichen und lautstarken Fans aussprechen!
Wir freuen uns auf euch in der nächsten Saison.

Zeitstrafen: Wittenberg 4x 2-min. (2x glatt rot)   Holzdorf 4x 2-min. (1x glatt rot)

7-Meter: Wittenberg 3/3  Holzdorf 5/5

Es spielten:

Reimo Ziemer, Thomas Fichte, Daniel Gusek, Mathias Radunz (MV), Kay Duhnsee, Kevin Große (Tor), Maximilian Kernke, Eric Ziemer, Jan König, Luca Gotthardt, Michael Radunz, Christian Müller, Simon Weißkirchen, Christoph Schwager, Tim Raschig, Ronny Lustig

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